LCD-Bildschirme sind der klassischen Bildröhre in einigen Punkten klar überlegen. In anderen haben die CRT-Monitore ihre Vorteile. Worauf es ankommt.
Für Bildbearbeiter, die oft stundenlang in die Röhre starren, sind Flüssigkristallbildschirme eigentlich die optimale Lösung. Spätestens seitdem Apple uns mit dem Cinema-Display große Augen und lange Zähne macht, denkt man verstärkt darüber nach, ob ein Flüsssigbildschirm die Alternative für die akribische und anspruchsvolle Arbeit mit Fotos sein kann.Vorweg lässt sich sagen: Die LCD-Schirme räumen mit zahlreichen typischen Problemen der Röhrenmonitore auf: Linearität: Da die Anordnung der Zellen fest vorgegeben ist und es keinen lenkbaren und damit auch ablenkbaren Elektronenstrahl mehr gibt, ist die Linearität eines LCD-Panel immer hundertprozentig (1 Zentimeter ist überall auf dem Bildschirm genau 1 Zentimeter lang), zumal die Bildfläche plan ist. Die Linearität wird auch nicht durch elektromagnetische- oder statische Störfelder beeinflußt, da Flüssigkeitskristalle sich nicht von äußeren Feldern beeinflussen lassen. In Umgebungen mit starken elektrischen Feldern (z.B. Bahn, U- oder Straßenbahn, Industrie, etc.) ist dies ein echter Vorteil, aber auch wenn Monitore aus Platzgründen sehr dicht beieinander stehen müssen. Das Gleiche gilt für lokale geometrische Verzerrungen. LCD-Monitore besitzen meist nicht einmal mehr Funktionen für Bildgröße und Bildlage, da diese immer exakt stimmen, was unbedarften Anwendern die komplizierte geometrische Bildjustage erspart. Augenfällig ist die gute Bildschärfe der LCDs, die unvermindert bis zum äußersten Bildrand reicht. Subjektiv wirkt dadurch ein 15 Zoll-LCD genauso groß wie ein 17-Zoll-CRT-Monitor. Bei dieser Bilddiagonale ließe sich mit einem LCD-Monitor auch ohne weiteres im hochauflösenden Modus 1280 x 1024 Pixel arbeiten, was bei einem 15 Zoll CRT-Monitor für die Augen zu anstrengend wäre. Konvergenzabweichungen treten nicht auf und schädliche Strahlungsemissionen belasten den Schirmarbeiter ebenfalls nicht. Instabile Hochspannungen sind gerade bei großen CRT-Monitoren ein Problem und können die Bildqualität mindern.
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